Allgemeinverfügung zur Beschränkung der Trinkwasserverwendung aus dem Versorgungsnetz läuft zum 02.10.2026 aus.
Trinkwasser sparen bleibt weiterhin wichtig!
Die Allgemeinverfügung zur Beschränkung der Trinkwasserverwendung aus dem Versorgungsnetz läuft am 02.10.2026 planmäßig aus.
Seit dem 24. August galten Verbote, etwa für das Befüllen privater Pools, das Rasensprengen oder das Autowaschen außerhalb gewerblicher Waschanlagen. Entwarnung bedeutet das Auslaufen der Verordnung jedoch nicht, macht der Wasserverband deutlich: Die Trinkwasserversorgung in der Region bleibt angespannt. Die Füllstände der Talsperren sind weiter unter Normalstand. Deshalb werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, auch weiterhin sparsam mit Trinkwasser umzugehen.
Der Wasserverband und die Gemeinde danken allen Menschen ganz herzlich für ihr Verständnis und ihre Unterstützung in den vergangenen Wochen.
Die Verordnung läuft aus, weil Verbote wie das Befüllen von Pools oder das Rasensprengen im Herbst kaum noch eine Wirkung haben werden. Die Lage in unseren Talsperren hat sich aber nicht entspannt. Deshalb gilt weiterhin die dringende Bitte: Sparen Sie weiter Wasser, wo immer es möglich ist. Jeder Liter zählt, auch damit wir im kommenden Jahr nicht schnell wieder in eine schwierige Situation geraten.
Regen der vergangenen Wochen reicht nicht aus
Wie stark sich die Verordnung auf den Wasserverbrauch ausgewirkt hat, lässt sich nicht exakt beziffern, da Faktoren wie die Witterung den Verbrauch ebenfalls beeinflussen. Nach Einschätzung des Wasserverbands ist jedoch davon auszugehen, dass die Verordnung gemeinsam mit der großen öffentlichen Aufmerksamkeit das Bewusstsein für einen sparsameren Umgang mit Wasser geschärft hat. Ohne diese Maßnahmen wäre die Wasserabgabe im August und September sehr wahrscheinlich höher ausgefallen. „Die gestiegene Sensibilität für die Ressource Wasser ist ein wichtiger und positiver Effekt“, betont auch Dirk Müller, Geschäftsführer des Wasserverbands.
Trotz der Niederschläge und der gesunkenen Temperaturen der vergangenen Wochen sind die Füllstände der Talsperren weiter gesunken. Vom Inkrafttreten der Verordnung am 24. August bis zum 28. September fiel der Füllstand der Obernautalsperre von 45 auf 40 Prozent, der der Breitenbachtalsperre von 56 auf 50 Prozent.
Der Grund: Der Regen wurde zunächst von den ausgetrockneten Böden und der Vegetation aufgenommen und ist bislang nur zu einem geringen Teil in den Talsperren angekommen. Er hat die Pegel daher nicht steigen lassen, sondern lediglich dafür gesorgt, dass die Füllstände langsamer gesunken sind als in den Hitze- und Trockenmonaten Juni und Juli. Im Vergleich zum langjährigen Mittel fehlen in den Talsperren mehr als sechs Millionen Kubikmeter Wasser. Dieses Defizit hat sich über viele Monate mit zu geringen Niederschlägen aufgebaut. Um es auszugleichen, ist über einen längeren Zeitraum intensiver Niederschlag in den Einzugsgebieten der Talsperren nötig. Neben Dauer, Menge und räumlicher Verteilung des Regens spielen dabei auch die Außentemperatur sowie die Zu- und Abflussmengen eine Rolle.
Lage wird weiter beobachtet
Konkrete Folgeregelungen nach dem Auslaufen der Trinkwassersparverordnung sind derzeit nicht geplant. Ob und wann weitere Maßnahmen erforderlich werden könnten, hängt maßgeblich von der Entwicklung der Witterung und den Füllständen der Talsperren im Herbst- und Winterhalbjahr ab. Der Wasserverband beobachtet und bewertet die Versorgungssituation fortlaufend.