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INFORMATION

30.08.2017 09:21
von Sabrina Gerlach-Spieß

Schulstart und Abfall

Folgende Situation: Nach sechs Wochen Sommerferien öffnen Sie den Schulranzen Ihres Sohnes und müssen feststellen, dass sich darin neben abgebrochenen Stiften auch noch das Marmeladenbrot vom letzten Schultag befindet. Wie soll was entsorgt werden? Diese Fragen und noch viele weitere werden diesen Monat vom Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf geklärt.

Abgebrochene Blei- und Buntstifte, eingetrocknete Filzmaler und das Pausenbrot fallen aus dem Ranzen. Das vertrocknete Pausenbrot kommt natürlich zum Bioabfall. Zu den meisten Kugelschreibern, Filzstiften und Textmarkern gibt es Ersatzminen oder Nachfülltinte. Aus Umweltgesichtspunkten ist dies natürlich die beste Wahl. Müssen die Stifte wirklich entsorgt werden, nehmen Sie die Mine heraus. Die Mine kommt zum Restmüll und die Stifthülse zum Dualen System. Müssen viele Stifte entsorgt werden, bietet beispielsweise TerraCycle im Internet ein Sammelsystem an. Interessanterweise werden viele Stifte und auch Textmarker aus den Kunststoffdeckeln der PET-Flaschen recycelt. An dieser Stelle schließt sich der Kreis, denn es handelt sich um ein gutes Beispiel, dass der Abfall, auch der des Dualen Systems, am Ende nicht wieder mit dem Restmüll vermischt wird, sondern die verschiedenen Materialien erneut in den Kreislauf zurückgelangen.

Und was geschieht nun mit den kurzen unspitzbaren Blei- und Buntstiften? Kurze Antwort: Restmüll. Zunächst muss mit dem Mythos, dass es sich wirklich um Blei in den Stiften handelt, aufgeräumt werden. Der Glanz erinnert zwar an Blei, gefertigt werden die Stifte aber aus einem Gemisch aus Graphit und Ton, also vollkommen ungefährliche Substanzen. Umwelt- und gesundheitsschädlich werden Bleistifte erst durch die Lackierung um den Stift. Auch können durch das Kauen auf den Enden der Bleistifte oft gesundheitsschädliche Stoffe aufgenommen werden. Im Sinne des Umweltschutzes und des Kindeswohls sollte sich für unbehandelte Blei- und Buntstifte entschieden werden.

Werfen wir einen Blick auf die Schulhefte. Das Umweltbundesamt rät Schulhefte mit dem Zeichen des Blauen Engels zu kaufen. Diese bestehen zu 100 Prozent aus Recycling-Papier. Es ist das Papier, das wir täglich über die blaue Tonne entsorgen. Die Herstellung aus diesem „gebrauchten" Papier spart im Gegensatz zur Produktion aus frischen Fasern, neben der Entlastung der Wälder, 60 Prozent an Energie und 70 Prozent an Wasser.

Kommen wir zurück zu unserem Schulkind. Es fällt auf, dass nach sechs Wochen Sommerferien die Druckerpatronen eingetrocknet sind. Profis empfehlen alle drei Wochen eine Testseite zu drucken. Wenn man sicher ist, dass in den nächsten Wochen der Drucker inaktiv bleibt, lohnt sich auch der Ausbau der teuren Patronen. Diese am besten in einer Plastiktüte luftdicht verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. Sind die Patronen wirklich eingetrocknet, hilft oft ein mit warmem Wasser benetztes Taschentuch, das mit sanftem Reiben die eingetrocknete Farbe ablöst. Falls die Patronen wirklich leer sind, nimmt sie der Fachhandel zurück. Auch auf die Recyclinghöfe von Integral in Marburg und Dautphetal können die entleerten Patronen gebracht werden. Ist der Computer zusätzlich hinüber nimmt diesen ebenso Integral entgegen bzw. holt ihn zu Hause ab. Der Verwertungsgrad bei Integral liegt bei über 98 Prozent.

Bleibt jetzt noch die Schultüte, die nach der Einschulung nutzlos durchs Kinderzimmer fliegt. Es gibt dazu viele findige Ideen der Weiternutzung, wie zum Beispiel die Verwendung als Lichtquelle durch das Füllen mit einer Lichterkette. Man kann die Zuckertüte auch aufheben und sie bei Abschluss der Schullaufbahn des Kindes gut gefüllt erneut schenken.

Der MZV sieht sich bei der Sensibilisierung von Kindern zum Thema Nachhaltigkeit in der Verantwortung und begleitete dieses Jahr Ferienspiele. Im nächsten Jahr wird noch ein weiterer Schritt getätigt. Momentan ist eine Aktivkiste für Kitas in Arbeit, gefüllt mit Anregungen und Spielen im Bereich der Abfallvermeidung und des korrekten Recycelns. Ab nächstem Jahr wird diese Kiste bei den Gemeinden kostenfrei zum Ausleihen bereitliegen.

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